07. September 2015

Seit langer Zeit endlich mal wieder ein kurzer aber interessanter Leserbrief.

Geschrieben hat mir Bernd aus Moers.

 

Hallo Claude,

erst muss ich gestehen, dass ich deine Bücher nicht gekauft, sondern mir bei einem Freund ausgeliehen habe, da sie mir zu teuer erscheinen. Inzwischen habe ich aber verstanden, warum dies so ist. Bis jetzt haben mir deine drei Romane sehr gut gefallen und ich warte nun geduldig auf die Fortsetzung.

Schön, dann erspare ich mir an dieser Stelle eine weitere Erklärung zu den Preisen von Kleinauflagen usw.. Wie du aber sicher bemerkt hast, ist der dritte Band 3 Euro billiger als seine Vorgänger. Wenn meine Kosten sich senken, profitiert auch der Leser davon. Ob du meine Bücher nun gekauft oder nur ausgeliehen hast, darauf habe ich nun mal keinen Einfluss. Hauptsache, sie haben dich gut unterhalten und danke für deine Geduld.

Da ich ein großer Fan von Perry Rhodan NEO bin, ist mir aufgefallen, dass es im NEO 101 sehr viele Parallelen zu deinem „Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ gibt. Ein fremdes menschenähnliches Wesen taucht auf, beherrscht nach kurzer Zeit sofort die gängige Sprache, besitzt irgendwelche spezielle Organe, wird kurz verhört und dann sofort als Freund eingestuft. Wurde hier etwa abgekupfert?

Da ich bereits seit einigen Jahren Perry Rhodan nicht mehr auf seinen Abenteuer begleite, musste ich mir erst einmal dieses NEO 101 als Ebook runterladen und lesen. Ich muss gestehen, der Roman von Michael H. Buchholz hat mir sehr gut gefallen und die von dir erwähnten Passagen kamen mir auch sehr vertraut vor. Mein Buch war zwar einige Monate vor Michaels Roman im Handel, aber ich glaube nicht, dass er sich bei mir inspiriert hat. Ich kenne ihn zwar nicht persönlich, aber ich denke er hat dies nicht nötig. Eine solche Szene ist einfach typisch für die SF oder Perry Rhodan. Ich selbst habe die beiden Kapitel mit Falak-Tor bereits 1998 geschrieben (im Neo 101 heißt der Kerl Tuire Sitareh) und mich damals sehr an Babylon 5 inspiriert. Mir selbst wird oft vorgeworfen, zu sehr wie ein Perry Rhodan Autor zu schreiben. Nun, je nachdem welcher Autor damit gemeint ist, bin ich mit diesem Vergleich durchaus zufrieden. Außerdem habe ich nie ein Geheimnis daraus gemacht, dieser Art von SF zu mögen und zu schreiben.

Auf deiner Internet-Seite habe ich gelesen, dass du noch viel vor hast. Ich wünsche dir dazu viel Glück.

Danke lieber Bernd für deine E-Mail und an dieser Stelle auch einem lieben Gruß an Michael H. Buchholz.

Ich freue mich über jeden Kontakt zu meinen „Fans“. Was meine weiteren Projekte angeht, nach dem Abschluss des Hammanon-Zyklus kommt noch so einiges aus dem Cerateran-Universum auf dich zu. Insgesamt 30 Exposés warten nur darauf verarbeitet zu werden. Vielleicht finde ich ja noch Leute die an meiner Serie mitschreiben möchten. Bisher hält sich der Andrang jedoch in Grenzen.

Ein mächtiges „Thal“ wünschet Dir,
Claude

 

01. Mai 2011

Hallo Claude,

vor gut einem halben Jahr stieß ich per Zufall auf Deine Romanserie. Neugierig geworden kaufte ich mir bei Amazon das erste Buch. Seit dem verfolge ich Deine Internetseite, die sich mit der Serie beschäftigt. An sich ist die Geschichte recht spannend und flüssig geschrieben, aber leider handelt es sich um eine Fortsetzungsserie. die nur alle 2 bis 5 Jahre erscheint. Das macht die Sache nicht einfach, denn die Handlung ist so komplex aufgebaut, dass es besser gewesen wäre, du hättest den ersten Zyklus komplett fertig geschrieben und dann in Abständen von 3 Monaten die Bücher herausgebracht. Problem ist, die Handlung ist genauso wie momentan bei Perry Rhodan, gigantisch, pompös und wirklich mächtig aufgeplustert aufgebaut. Ich verstehe nicht, wieso man in einer SciFi-Serie immer wieder Gigantismus reinbringen muss. Es ist die Rede von Ereignissen in der Vergangenheit, die allein schon ganze Bände füllen würden, zu viele Charaktere schwirren herum und es kommen dauernd neue Völker hinzu. Da bleibt leider nicht Platz übrig, um ein wenig mehr ins Detail der einzelnen Völker oder Personen einzugehen. Natürlich kann man das alles im Internet verfolgen, aber als Leser erwartet man, dass diese Dinge ein wenig ausführlicher im Roman dargestellt werden. Es ist halt so, dass Du dich auf eine bestimmte Seitenzahl eingeschossen hast, wahrscheinlich wegen dem Buchdruck. Das finde ich nicht gut, denn bei so einer Serie könnten es ruhig mehr Seiten sein, damit Du ein wenig Zeit hast, ausführlicher auf bestimmte Ereignisse oder Personen einzugehen. Es ist zwar ganz nett, dass du bestimmte Ereignisse der Vergangenheit erwähnst, aber mir als Leser genügt das nicht. Da wird am Anfang des Buches kurz etwas über die Vergangenheit der Terraner erwähnt. Das steht dann einfach so mitten im Raum, hat dann aber keinen direkten Bezug zur aktuellen Handlung. Als Leser möchte ich da schon gewisse Details wissen. Besser wäre es hier gewesen, du hättest am Anfang des Kapitels folgendes gebracht:

Aus den Geschichtsbüchern von . . .

Dann eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse kursiv geschrieben. Das hätte viel mehr gebracht und die Leser wüssten dann in etwa, was damals geschehen war. Vielleicht noch ein paar persönliche Bemerkungen eines Reporters, der damals dabei gewesen wäre und die Geschichte hätte mehr Tiefe bekommen.

Ähnlich verhält es sich mit Klaus Bodenstock, eine Figur die Dir anscheinend ans Herz gewachsen ist, sonst hättest du nicht eine Kurzgeschichte über ihn gebracht. Hier muss noch viel mehr Persönliches über ihn kommen. Was denken andere über ihn, was denkt er selber über sich und seine Fettleibigkeit. Es genügt nicht, dass du schreibt er sei fettleibig, das muss der Leser innerhalb eines Beispiels selber rausfinden. In Zukunft solltest Du den Personenkreis auch ein wenig mehr einschränken. Zu viele Köche verderben den Brei. Man merkt wirklich, dass Du ein großer Fan von George R. R. Martin und dem Eis und Feuer Zyklus bist. Da gibt es auch eine ganze Menge von Figuren wie Sand am Meer. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie die Leser es schaffen, in diesem gewaltigen Dschungel noch durchzublicken.

Die Technik hingen ist relativ gut dargestellt. Da wäre man froh, wenn es diese Sachen schon geben würde.

Erstaunt war ich auch über die Tatsache, dass man von Dezember bis April nichts mehr von Dir im Internet gehört hatte. Warst Du verhindert? Ich dachte schon das Projekt sei gestorben. Noch mehr erstaunt darüber, dass Du den Roman erst jetzt von Lektor zurückbekommen hast. Ich dachte, der wäre schon längst im Druck. Ein guter Lektor muss einen Roman wie diesen in gut einem Monat fertig gelesen und korrigiert haben. Niemand braucht 4 Monate um 240 Seiten durchzulesen und zu korrigieren.

Also wenn der wirklich 4 Monate gebraucht hat, dann muss ich davon ausgehen, dass er sehr viel im Roman korrigiert hat. Natürlich bin ich neugierig wie es weitergeht aber die Abstände sind einfach zu lang. Wie wäre es z. b. mit einem Co Autor? Dann könnten die Romane viel schneller fertig werden und die Abstände zwischen den einzelnen Bänden wären damit nicht mehr so lang. Es sind doch bestimmt viele Leute, die wahrscheinlich schon bei dir angefragt haben um an der Serie mitzuwirken oder täusche ich mich etwa?

Übrigens ich bin am 30. September bis 2. Oktober 2011 in Mannheim auf dem Perry Rhodan Weltcon. Falls Du kommen solltest, ich nehme mal sehr stark an, dass Du zu dem Mega-Ereignis kommst, könnten wir uns ja mal persönlich treffen und vielleicht das eine oder andere bei einem Bier besprechen oder? Wäre nett dich mal persönlich zu treffen.

Gerard Millier, (D)

 

Hallo Gerard,

erst einmal herzlichen Dank für Deine Mail.

Das Cerateran-Projekt ist natürlich nicht gestorben und im Sommer erscheint endlich Band 2.

Als Hobby-Autor nimmt so ein Roman und die «Pflege» der dazugehörigen Internet-Seite ziemlich viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt, wie Du bemerkt hast, das Hin und Her des Werkes zwischen Autor und Lektor. Ich dachte anfangs auch, jedes Jahr einen Roman zu schaffen, musste aber einsehen, dass zwei Jahre, neben Beruf und Familie, realistischer sind. Leider kann ich das Schreiben nicht zu meinem Beruf machen, dazu sind die Verkaufszahlen noch zu niedrig und dies war auch nicht so geplant. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Und wenn meine Ideen und Geschichten auch noch anderen Menschen gefallen desto besser.

Deine Anmerkung, zuerst den ganzen Zyklus zu schreiben und danach alle 3 Monate ein Band zu veröffentlichen, verstehe ich als Leser nur zu gut. Als Autor hingegen kann ich das Feedback der Leser noch während des Projektes verarbeiten und so die Qualität der Geschichte verbessern.

Was den Gigantismus und das Pompöse betrifft, nun das sind Sachen, die mit fortschreitender Planung irgendwie eine Art Eigenleben entwickeln. Was die ausführlichen Beschreibungen von Völker, Welten und Personen betrifft, hoffe ich, mich in Band 2 gesteigert zu haben. Andere Leser kritisieren meine Detailverliebtheit. Und ich versuche stets die Geschichte in Schwung zu halten. Hier gilt: Die Mischung macht‘s.

Auf die Ereignisse in der Vergangenheit gehe ich in den 5 Bänden nur in Form von kurzen Rückblenden (z. B. die Berichte von Meroths Memochip) ein. Nur stehen die nicht am Anfang des Kapitels sondern mittendrin, wo sie meiner Meinung nach hingehören. Außerdem habe ich mit der ganzen Vergangenheit (der Terraner) noch etwas vor. Von ihrer Zukunft ganz zu schweigen.

Ans Herz gewachsen sind mir eher die Damen in Bodenstocks Begleitung, als der fette Depp selbst. Denn die Damen erwartet noch eine große Aufgabe. Meine Lieblingsfigur ist Clayn Meroth, der in Band 2 einiges durchstehen muss.

Auch die vielen Figuren und Völker ergeben sich von selbst. Das Ende von Band 5 werden aber nur die wenigsten Hauptcharaktere überleben. George Martin lässt grüßen!

Die lange Zeit beim Lektor bedeuten nur, dass der Mann sehr beschäftigt ist. Dafür versteht er aber etwas von SciFi. So jemand war nicht leicht zu finden und erspart mir eine Menge überflüssige Erklärungen. Ein Co-Autor bringt nur Ärger und noch mehr Verzögerungen. Diese Erfahrungen habe ich während meiner Zeit als STERNENSTAUB-Redakteur gemacht.

Geplant war bisher nach Band 5 einen weiteren Zyklus in dieser Form zu schreiben. Mir spukt zurzeit aber auch eine andere Idee im Kopf herum, die ebenfalls im Cerateran-Universum spielen wird, aber eher die von Dir gewünschten Eigenschaften (mehr Seiten, mehr Details) besitzt. Das „Gerüst“ Cerateran-Universum bietet ja viele Möglichkeiten.

Zu Perry Rhodan: Ich habe bis Band 2550 alles gekauft und gelesen, was der Verlag so publiziert hat. Im Moment verfolge ich die Serie nur noch im Internet. Weltcons habe ich auch besucht und in den frühen 90iger ein eigenes, hoch gelobtes Fanzine (STERNENSTAUB; Auflage 500 Ex.; Fans in Brasilien, Japan, Frankreich, Polen usw.) herausgebracht. Etwas später erschien dann auch die SOL von der PRFZ. Am nächsten Weltcon werde ich nicht teilnehmen. Irgendwie ist meine Perry-Zeit vorbei.

Es würde mich freuen auch weiterhin konstruktive Kritik und Anregungen von Dir zu erhalten.

Nochmals herzlichen Dank für Deine Zeilen.

Ein mächtiges „Thal“ wünschet Dir,
Claude

31. Mai 2010

Meckern auf hohem Niveau!

Hallo Claude,

ist eine Weile her, dass wir per E-Mail Kontakt hatten und Du mir Dein Buch empfohlen hast.

In der Zwischenzeit habe ich „An der Wiege der Zukunft“ längst gelesen und auf mich wirken lassen. Als Erstes einmal Herzlichen Glückwunsch! Ich mache gerade selbst die ersten vorsichtigen Schritte beim Schreiben und kann wirklich einschätzen, was es an Arbeit, Enthusiasmus und Durchhaltevermögen braucht, um so ein Buch zu schreiben und fertig zu stellen. „An der Wiege der Zukunft“ ist ein gelungener Roman, der Sci-Fi- und vor allem Perry-Rhodan-Fans viel Spaß macht. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände.

Ich möchte mir erlauben, vielleicht etwas konstruktive Kritik anzubringen, um die nächsten Bücher noch besser zu machen. Diese Kritik äußere ich nur unter absoluter Annerkennung Deiner Leistung. Sie soll keinesfalls besserwisserisch klingen. Zu kritisieren ist immer einfacher als es selbst besser zu machen, dass weiß ich. Darüber hinaus ist diese Kritik, wie wir Deutschen sagen würden „Meckern auf hohem Niveau“.

 

Hallo Uwe,

ein Super-Dankeschön für Deine konstruktive Kritik. Sie hat mir sehr gefallen und angeregt mich zu verbessern. Da Dein Schreiben etwas länger ausgefallen ist, werde ich zwischendurch zu den einzelnen Themen jeweils meine Bemerkungen abgeben.

 

Zunächst mal macht Dein Buch wirklich Spaß zu lesen. Du hast eine flüssige Schreibe, die einen immer wieder dazu bringt, dass Buch in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Es ist dieses gewisse Etwas, was sich schwer in Worte fassen lässt, und genau wie etwa bei Computerspielen oder Fernsehserien einen dazu bringt, „weitermachen zu wollen“, selbst wenn insgesamt vielleicht nicht alles perfekt sein sollte. Ob Du Dir diese Schreibe erarbeiten musstest oder auch nur Talent ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber es ist auf jedenfalls Dein großer Trumpf.

 

Was meine Schreibe anbelangt, besteht sie größtenteils aus Arbeit mit einem Schuss Talent. Den Effekt immer wieder „weitermachen zu wollen“ ist gewollt und stammt aus den von Dir erwähnten Beispielen.

 

„An der Wiege der Zukunft“ soll der Einstieg in einen Zyklus sein, und das merkt man dem Buch auch an. Es ist der Beginn zu einem großen Handlungsbogen, in dem der Leser mit viel Neuen konfrontiert wird. Auf der einen Seite macht das das Buch sehr vielseitig; zu Anfang werden in fast jedem Kapitel ein neuer Handlungsstrang, neue Personen und Hintergründe eingeführt. Die einzelnen Kapitel sind dabei durchweg unterhaltsam zu lesen. Auf der anderen Seite ist der Leser mit der Vielfalt der neuen Namen, Planeten, Rassen und politischen Hintergründe etc. zum Teil leicht überfordert. Und zwar nicht unbedingt in den einzelnen Kapiteln selbst, aber für das Buch insgesamt. Bei späteren Kapiteln hat man zum Teil Schwierigkeiten sich daran zu erinnern, was in den ersten an Vielfalt schon eingebracht wurde. Natürlich ist das Buch, wie gesagt, der Einstieg in den größeren Rahmen, der auch Lust auf mehr machen soll, aber dennoch wirkt „An der Wiege der Zukunft“ zum Teil mehr wie eine Sammlung von Kurzgeschichten und nicht wie ein zusammenhängender Roman. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, den Beginn einiger Handlungsstränge in den zweiten Band zu verlegen.

 

Uff, nicht so leicht zu beantworten. Cerateran geistert bereits 15 Jahre lang durch mein Leben und anfangs war geplant, jeweils ein Handlungsstrang wie z.B. „Menschheit am Abgrund“ oder „Der Thron der Kehati“ usw. als einzelnes Buch herauszubringen. Dies hätte jedoch zu zahlreichen Überschneidungen und Wiederholungen geführt, sodass ich mit entschloss, das vielfältige Universum von Cerateran in chronologischer Reihenfolge zu realisieren. Das teilweise abrupte Wechseln der Handlungsebenen, die den ersten Anschein nach nichts mit einander zu tun haben, kann durchaus den Eindruck einer Kurzgeschichtensammlung erwecken. In SciFi-Geschichten mit größerem kosmischen Hintergrund, diversen Einzelschicksalen und Handlungsplätzen sowie größeren Zeitabschnitten (Raumschiffe und Protagonisten müssen ja bewegt werden) ist es schwer einen „fließenden“ Roman zu schreiben, der auf der ersten Seite morgens um acht beginnt und auf der letzten Seite abends um acht endet und dabei ein ganzes Universum mit Zukunft und Vergangenheit beschreibt. Derartige Versuche bringen meistens nur Langeweile und sind für Amateur-Autoren wie mich ein Ding der Unmöglichkeit. Also überlasse ich dies den wenigen Profis, die sich damit auskennen.

Das erste Kapitel von „An der Wiege der Zukunft“ verlangt dem Leser schon etwas ab. Vielleicht wäre hier eine leichtere Kost die bessere Wahl gewesen. Da, wie du richtig erkannt hast, der Roman sich größtenteils an die Leserschaft von Perry Rhodan (ich behauptet auch mal an Star Trek- und Babylon 5- und andere SciFi-Fans, wir sind ja eine große Gemeinschaft) wendet, dürfte der Einstieg allerdings keine allzu große Probleme bereiten, wenn der „Erste Kontakt“ gelungen ist.

 

Als Leser vermisst man manchmal, dass einzelne Figuren nicht bereits hier etwas ausführlicher entwickelt werden. Der Stil erinnert in seiner Kürze oft an ein Perry-Rhodan-Heft, was an sich durchaus positiv ist. Allerdings ist ja „An der Wiege der Zukunft“ kein 60-Seiten PR-Heft, sondern der Auftakt zu einem Romanzyklus, und da kannst Du Dir ruhig etwas mehr Zeit nehmen. Die eröffnete Vielfalt an Charakteren und Schauplätzen und Handlungen ist zwar für den Einstieg nicht schlecht, weil sie genügend Abwechslung schafft und das Interesse wach hält, dieses geweckte Interesse läuft aber am Ende des Buches etwas ins Leere. Durch den „Kurzgeschichtencharakter“ fehlt es letztlich an dem Spannungsbogen, der zum zweiten Teil überleitet. Die Neugier auf Teil Zwei schürt sich aus den einzelnen Handlungssträngen, aber das Gefühl für das „Große Ganze“, den überspannenden Zusammenhang, in dem die Personen und Handlungen stehen, oder stehen sollen, fehlt noch etwas. Nun kannst Du natürlich einwenden, dass „An der Wiege der Zukunft“ nur Teil Eins einer geplanten Quintologie ist, bei dem eben gerade nur die Charaktere und Handlungen vorgestellt und eingeführt werden sollen. In dieser Beziehung ist dann aber das Ende des Buches etwas inkonsequent, was ich als etwas „gehetzt“ empfand, als ob jetzt doch noch irgendein Handlungsstrang schnell zu einem (vorläufigen) Ende gebracht werden soll.

 

Interessant! Das mit dem „überspannenden Zusammenhang“  stimmt schon. Es gibt ihn, aber er ist halt nicht immer direkt sichtbar. Den Spannungsbogen zu Band 2 mit einem „Cliffhanger“ abzuschließen fand ich nicht gut, da es ja eine Weile dauert, bis die Fortsetzung kommt. Mich ärgert so was in Romanen und TV-Serien fürchterlich. Es erweckt immer den Anschein, als hätten die Autoren nicht genügend Ideen für die Fortsetzung und müssten den Leser mit dem schon geschilderten bei der Stange halten. Ist aber wahrscheinlich alles nur Geschmackssache. Das Ende von „An der Wiege der Zukunft“ war zwar rasant und ein Gruß an die zahlreichen Freunde der „Hau-Ruck-Action“ brachte aber aus meiner Sicht einen zufrieden stellenden Abschluss, der genug Neugier auf Band 2 mit sich bringt, da viele Fragen und Verstrickungen offen blieben. Und obwohl Band 1 kein „Cliffhanger“ ist, beginnt Band 2 an gleicher Stelle nur aus einem anderen Blickwinkel, der weitere Fragen aufwirft und alles noch tiefer miteinander verstrickt.

 

Ein anderer Punkt der mir aufgefallen ist: Du beschreibst die außerirdischen Rassen oftmals anhand von Tiervorbildern, die Labora wie Ratten, die Timber wie Wölfe, die Kehati wie Schlangen. Das ist an sich nicht schlecht, der Hinweis auf irdische Tiere sollte aber vielleicht etwas dezenter ausfallen. Die Vorstellung der einzelnen Rassen ist manchmal etwas plakativ ausgefallen. Leider ist ausgerechnet der allererste Satz Deines Buches ein solcher „Faupax“, indem Du dort sofort „das rattenähnliche Wesen“ anführst. Die Assoziation, die damit beim Leser geweckt wird, muss dann erst später wieder korrigiert werden und wird dem eigentlich sehr sympathischen Nereidschan nicht gerecht. Hier wäre es sicherlich besser gewesen, davon zu sprechen, das „Nereidschan nachdrücklich protestierte“ und die körperliche Beschreibung der Labora erst später etwas dezenter einzuführen. Diese Stelle ist das treffendste Beispiel für dieses Problem. Die äußerliche Beschreibung der fremden Rassen würde ich nur nach und nach geben, erst nach dem durch einige Hinweise der Charakter der einzelnen Personen angedeutet ist. Durch den vorschnellen Vergleich mit irdischen Tierarten verschenkst Du viel Potenzial und verankerst das Buch auch „zu irdisch“. Bei den Kehati ist Dir das Übrigens besser gelungen als bei Labora oder Timbern.

 

Wenn ich jedes Mal bei einer neuen Rasse so verfahren würde, wie bei den Kehati würde das die Handlung zu sehr ausbremsen. Du gestattest zwar (siehe weiter oben und unten) mir genügend Zeit zum Schreiben meiner Romane zu nehmen, aber da bist du bisher der Einzige. Kaum aus der Hand gelegt, verlangt der normale Leser bereits nach der Fortsetzung. Solche Beschreibung sind schön und nett, und ich mag sie auch sehr, doch nur an Stellen, wo sie auch hingehören. Den von Dir beschriebenen „Faupax“ sehe ich nicht als solchen an. Der Ausdruck „das rattenähnliche Wesen“ umschreibt klar was sich der Leser vorzustellen hat, lässt ihm dennoch genügend Platz für seine eigene Fantasie. (Für Dich sieht Perry bestimmt auch anders aus als für mich.) Wenn ein Leser nun eine Ratte oder andere Tiervorbilder (sind übrigens beabsichtigt) als unsympathisch einstuft, ist das Ansichtssache.

 

Die Kritik des leicht Plakativen trifft übrigens leider auch auf andere Stellen des Buches zu. Etwa die Zusammenfassung der Geschichte der Menschheit. Hier arbeitest Du doch mit Klischees, die durch die Kürze der Darstellung noch unterstrichen werden. Ich hoffe Du nimmst mir das nicht übel, aber umgangssprachlich könnte man sagen, manches in Deinem Buch kommt „right in your face“. Vieles wird sofort beschrieben, eben etwa die Äußerlichkeiten der Rassen, vieles sofort erklärt, Lebensläufeeinzelner Charaktere sofort komplett wiedergegeben usw. Hier kommt immer die Kürze des Schreibstils eines PR-Heftes durch, wobei diese „Eile“ in einem Roman gar nicht nötig ist. Hier wäre weniger oft mehr, gerade um der Fantasie des Lesers noch genügend Raum für eigene Vorstellungen zu lassen. Deine Dialoge sind prägnant, spritzig, kurzweilig und interessant. Das sorgt schon dafür, dass das Lesevergnügen flüssig bleibt. Da kannst Du Dir bei dem Rest ruhig etwas mehr Zeit lassen, ohne dass es langweilig wird.

 

Bei der Geschichte der Menschheit soll einem wirklich so manches direkt ins Gesicht springen. Klischeehaft? Ja und nein würde ich behaupten. Verschiedenes ist eher provokant oder unter Verschwörungstheorien abzuheften. Natürlich dringe ich damit nicht in unentdecktes Land vor, sondern versuche nur zu schildern „was wäre wenn“. Mit den Lebensläufen verfolge ich einen anderen Zweck. Hier bietet sich nämlich die Möglichkeit an mit wenigen Worten, das Cerateran-Universum auszuweiten. Beispiele: Bürgerkrieg und Ausbildung der Timber (hier lassen übrigens die Klingonen grüßen); der Orion-Malona-Krieg, der Kampf um die kalanische Kolonie Taban usw. Es gibt noch tausende von Ideen, die mir im Kopf herumschwirren und zum Ausbau des Cerateran-Universums beitragen können. Leider fehlt mir aber die Zeit, alles wie von Dir gewünscht aufs Papier zubringen. Ich würde gerne auch mehr schreiben, aber Beruf-und Privatleben verlangen halt auch ihre Zuwendung. Dennoch möchte ich dem Leser so viele Informationen wie möglich vermitteln, damit er das Cerateran-Universum so sieht, wie ich es mir vorstelle.

 

Claude, wie schon gesagt, ich weiß, dass Kritik immer einfacher zu äußern ist, als es selbst besser zu machen. „Cerateran“ macht viel Spaß und hat jede Menge Potenzial, das hoffentlich ausgeschöpft werden wird. Meine Kritik soll Dir dabei nur helfen. Ich habe schon geschrieben, dass man wegen der Vielfalt des Neuen am Ende des Buches einige Sachen vom Anfang nicht mehr weiß, und man bei den Namen, Allianzen, Dienstgraden, Personen, Planeten usw. usw. etwas durcheinander kommt. Nun, da ich das noch besser verstehen will, mache ich gerade das, was ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht habe: Ich lese Dein Buch gerade zum zweiten Mal. Und wenn ein Buch das schafft, dann kann es ja nun wirklich nicht ganz schlecht sein! Ich wünsche Dir noch viel Kraft, um die nächsten Bände zu schreiben. Auch wenn ich, und sicher auch andere, schon ganz gespannt sind, nimm Dir die dafür nötige Zeit. Ich freue mich darauf.

Uwe Schöneberg, (D)

Uwe, ich bedanke mich noch mal rechtherzlich für Deine tolle Kritik. So ein Feedback habe ich mir immer erhofft. Es freut mit, dass dir „An der Wiege der Zukunft“ so gut gefallen hat, dass du es noch ein zweites Mal lesen wirst. Bei den vielen Namen, Dienstgraden, Personen und Planeten komme selbst ich hin und wieder durcheinander. Mir stehen zum Glück hunderte von Datenblättern zur Verfügung, dem Leser nur mein kleines Archiv im Internet.

Nun, da ich Deine Mail aufgearbeitet habe fällt mir auf, dass Du gar nicht neugierig bist? Die meisten Kurzkommentare der Leser beinhalten stets Fragen nach Leriah White, den Blauen Kutten und ihrem geheimnisvollen Thal sowie den Sagorern und ihren Botschafter-Robotern oder was es mit dem „Projekt NURAGE“ auf sich hat. Ich begrüße natürlich auch das Interesse nach solchen Fragen, kann jedoch selten eine befriedigende Antwort darauf geben. Spekulationen und Ideen der Leser zu einem der Themen hingegen sind für mich sehr interessant und werden auch mit kleinen „For Your Eyes Only“ Ausblicken belohnt.

Claude

31. Mai 2010

Bemerkenswert!

Ich fand dieses Buch bemerkenswert, da die zahlreichen technischen Innovationen ganz genau erklärt werden. Als Leser möchte man diese „gadgets“ unbedingt besitzen, z.B. Hightech-Kontaktlinsen mit Zoom-Einstellungen. Diese Kontaktlinsen können sehr präzise Informationen übermitteln, zum Beispiel den Plan des Ortes, wo man sich befindet. Die Nano-Technologie wird anschaulich dargestellt und in zahlreichen Bereichen eingesetzt.

Weil das Buch zahlreiche Handlungsfäden aufweist, ist es manchmal schwer sich an die Figuren zu gewöhnen. Das Coverbild ist rätselhaft. Man kann es auch am Schluss des Buches nicht genau deuten.

Jedoch hat Claude Peiffer einen wichtigen Punkt nicht vergessen: den Humor, der diese finstere Welt erhellt. Kulturelle Unterschiede der verschiedenen Völker führen oft zu unerwarteten Situationen.

Darius Lepot , Rameldange (L)

Hallo Darius,

herzlichen Dank für Deine Kritik. In Band 2 wird die Nano-Technologie von Clayn Meroth und seinen „Freunden“ noch eine wichtige Rolle spielen und ihre Einsatzmöglichkeiten werden weiter ausgebaut. Auch ein witziges Kapitel um den Chaoten Klaus Bodenstock wird es geben, in dem die Handlung der Internet-Story „Ein Mann für alle Fälle“ fortgeführt wird. Hier ein paar Bemerkungen zum Cover. Die Blaue Kutte und ihr Tempel im Hintergrund dürften ja eigentlich jeder erkannt haben. Die dünnen Fäden, die vom Obersten des Tempel von Tanat ausgehen, stellen ihn (oder sie?) als Marionettenspieler dar. Der Planet im Vordergrund ist eindeutig nicht die Erde sondern ... (es kann durch den Buchinhalt erraten werden, ist aber schwierig). Der einzige Gegenstand, der auf dem Cover nicht im Buch vorkommt ist dieses brunnenähnliche Gebilde im Hintergrund, das aber schon in Band 2 eine tragende Rolle spielen wird.

Claude

19. März 2010

Von wegen leerer Raum

Hallo Claude,

Von wegen leerer Raum. Im ersten Band der 5-teiligen SciFi-Saga begibt der Leser sich auf Reisen in ferne Galaxien, innerhalb derer Raumsektoren mächtig was los ist. Terraner (Spezies Mensch) und andere zum Teil sehr merkwürdige Kreaturen (Aliens) schenken sich nichts und versuchen mit allen nur erdenklichen Mitteln ihren Machtbereich zu erweitern. Auf die Frage, wer denn nun eigentlich die Guten und die Bösen sind, bekommt man erstmal keine Antwort, so einfach will es der Autor dem Leser nicht machen. Vielmehr sind die glasklar beschriebenen Figuren schon etwas tiefschichtiger, man lernt sie erst allmählich kennen. Anspruchsvoll und komplex gestaltet sich die Handlung, Langeweile kommt nie auf, ruhige Passagen und aktionreiche Szenen wechseln sich ab, geheimnisvolle Elemente und humorvolle sowie witzige Einlagen sorgen für eine Menge Lesespass. Alles in allem interessante, unterhaltsame Lektüre, man darf auf die Fortsetzungen gespannt sein, empfehlenswert.

Jean-Claude Ragni, Rumelange (L)

Hallo Jean-Claude,

vielen Dank für Deine netten Zeilen. Es freut mich besonders, dass du meinen Humor hervorhebst. Ich bin mir nicht immer sicher, ob Figuren wie Klaus Bodenstock bei den Leuten ankommen. Es scheint aber der Fall zu sein.

Claude

09. November 2009

Komplizierte Namen

Hallo Claude,

dein Roman ist zwar ganz nett und gut geschrieben, aber diese langen, komplizierten Namen sind ganz schön verwirrend. Gibt es da keine bessere Lösung? Namen, die man sich leichter merken kann zum Beispiel.

Eine Anzahl Kritiker aus dem Bekanntenkreis

Hallo Bekanntenkreis,

es freut mich natürlich, dass „An der Wiege der Zukunft“ euch gefallen hat. Mit den Namen der Figuren ist das so eine Sache im Bereich der Science-Fiction. Sind sie zu normal, besitzt der Autor keine Fantasie! Sind sie zu unaussprechlich (Krxedxzciv), kann man sie nicht einmal richtig lesen! Ich finde, dass mir eine gute Mischung gelungen ist.

Die Timber zum Beipsiel: Hier ist das Mittelstück des Namen jeweils der Rufname. Jerura-Gohn-Kallek, der Erste Offizier der Naffeton, also einfach Gohn (vergleichbar mit John). Kann sich doch jeder leicht merken, oder?

Anderes Beispiel die Kehati: Rojon-Gin-Savu-Nekka, unsere kehatische Prinzessin. Bei den Schlangen ist der letzte Teil des Namens der Rufname, also Nekka, kann sich auch jeder merken!

Eine ausführliche Erklärung zu den Namen, warum sie so lang und kompliziert sind, und was es damit auf sich hat, kann der Leser teilweise selbst aus dem Romaninhalt herausfinden, oder sie kommt noch in den nächsten Bänden. Ich werde mich in Zukunft bemühen, die langen Namen nicht mehr so oft einzusetzen und mehr die Rufnamen der Charaktere verwenden.

Wer, wie ich als Luxemburger, mit portugiesischen Namen zu tun hat, für den dürften die langen Namen in meinem Roman eine leichte Kost sein.

Claude

06. November 2009

Irgendwann in der Zukunft

Die „Weltgeschichte“ gehört der Vergangenheit an. „Nationen“ im klassischen Sinn gibt es nicht mehr. Ebenso wenig Religionen und somit Religionskriege. Neuartige Kriege mit neuartigen Waffen erschüttern die Eingeweide eines Universums, das total aus den Fugen geraten zu sein scheint. Das bunte Völkergemisch scheint die These von der „Ewigen Wiederkehr des Gleichen“ zu bestätigen, zumindest was die grundsätzliche Kriegsbereitschaft aller vernunftbegabten Kreaturen betrifft.  Da wäre zum Beispiel die „Republik“ Terra, die in Wirklichkeit an Huxleys „Brave new world“ erinnert. Die Rebellen, welche die Diktatur beseitigen wollen, haben kaum eine Chance gegen die militärische und technologische Übermacht der Republiklenker. Auf der anderen Seite haben wir die „Masanische Allianz“, einen künstlich zusammengehaltenen Völkerbund, der die Rebellen auf Terra unterstützt. Die „Allianz“ hat aber noch ganz andere Probleme ...

Dass das Science-Fiction-Genre voller Überraschungen steckt und uns immer wieder mit spektakulären, dabei sehr durchdacht konstruierten Raum/Zeit-Welten konfrontiert, das hat der Luxemburger Hobbyautor Claude Peiffer mit dem ersten Teil seiner auf fünf Bände angelegten „Hammanon“-Saga meisterhaft unter Beweis gestellt. Er nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art. Dabei gehen selbst dem geübten Science-Fiction-Fan buchstäblich die Augen über! Das Buch straft denn auch jeden Lügen, der behauptet, er kenne dieses Genre zur Genüge. Peiffer verblüfft uns mit atemberaubender Technik (z.B mit raffinierten Kontaktlinsen), irrsinnigen Kreaturen (z.B. mit den Kehati, bei denen es tabu ist, sich gegenseitig zu berühren ...), mit ungeahnten Details („Italiener“ in neuem Gewand) und philosophischen Einsichten (Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?).

Steigt man bei Jules Verne in einen bedrohlichen Krater, um zum Mittelpunkt der Erde zu gelangen, so steigt man als Leser von Peiffers geradezu schwindelerregend detailreichem Roman in einen aufregenden Textkrater, um zu den originellsten Einfällen vorzustoßen, die das Science-Fiction-Genre in letzter Zeit hervorgebracht hat. Der unerschrockene Autor geht wie mit einer Hightech-Kamera durch diese Welt. Dabei gelingen ihm „Bilder“, die in ihrer Suggestivkraft, in ihrer dem Gegenstand angepassten Darstellungsweise – die sich in teils gewagten Perspektiven und stimmungsdichten „Großaufnahmen“ äußert – verblüffen. Der Text ist ungewöhnlich hinsichtlich der Art und Weise, wie er sich die beschriebenen Figuren und Gegenstände sozusagen „einverleibt“, ohne deren Geheimnis bis ins letzte Detail preiszugeben! Peiffer beschreibt, was er „sieht“, ein Auge auf das Motiv gerichtet, eines auf die Seele des Motivs.

Der Text ruft eine ganz besondere Atmosphäre wach, welche auch diejenigen Leser, die sich sonst eigentlich vom oft sperrigen Science-Fiction-Genre gelangweilt fühlen, noch lange beschäftigen werden. Dieser Roman ist ein Muss für jeden Fan der fiktiven Literatur, aber auch für solche Leser, die dem Genre bisher voreingenommen gegenüberstanden, denn Peiffer spielt meisterhaft mit den unausschöpflichen Requisiten und Schauplätzen der Fantasie!

Jean-Marc Schmidt, Mondorf (L)

Lieber Jean-Marc,

beim Lesen dieser Zeilen bin ich bestimmt rot bis hinter die Ohren geworden. Vielen Dank! Was kann sich ein Hobbyautor mehr wünschen?

Claude

16. Oktober 2009

Sehr guter Einstand

Hallo Claude,

im Urlaub habe ich es nun endlich geschafft Dein Buch fertig zu lesen. Insgesamt gefällt mir der Roman sehr gut, die Story ist stimmig und der Hauptcharakter Kallos Mygun kommt gut rüber. Von anderen Figuren ist sicherlich noch einiges zu erwarten, das merkt man deutlich (Leriah White z.B.). Positiv fand ich auch Überraschungsmomente, wie die Übergabe der Bibel, die Entwicklung der Menschheit usw.

Was kann ich negatives schreiben … hmmm, eigentlich nicht viel… sind eher nur Kleinigkeiten. Beim Lesen fand ich persönlich das Ende etwas kurz und schnell. Zum anderen ist manchmal Deine Szenenbeschreibung etwas detailverliebt. Da finde ich wäre manchmal nen Tick weniger etwas flüssiger zu lesen.

Ich freu mich schon auf die nächsten vier Teile des Hammanon-Zyklus und hoffe Deine Arbeit daran geht schnell voran, nicht das ich Band 5 erst zu meiner Pensionierung (in 20 Jahren) in den Händen halte.

Andre Schumacher, Konz (D)

Hallo Andre,

danke für die Kritik. Freut mich zu hören, dass Dir Band 1 gefallen hat. Mit der Detailverliebtheit ist das so eine Sache. Ich mag halt bildliche Beschreibungen und viele Rundum-Informationen, werde aber in Zukunft versuchen diese fließender einzubauen.

Mit Leriah White liegst Du richtigt. Diese Luder wird noch einiges anstellen. Die Arbeiten an Band 2 laufen auf Hochtouren. 5 von den 8 oder 9 Kapitel, die der Roman bekommen soll, sind so gut wie fertig.

Ansonsten wünsche ich Dir ein mächtiges Thal und bereite Dich gut auf das Hammanon vor, es naht!

Claude

15. November 2008

Eine Begegnung der fiktiven Art

Als Leser bodenständiger Romane, welche eher in aktuelle oder historische Kontexte gepackt sind, wurde ich vom Schöpfer des Cerateran-Universums dazu verleitet, dem Science-Fiction-Genre zu frönen. Als Versuchskarnickel lies ich mich durch den ersten Band seiner Saga, die er mir exklusiv als Leseprobe vorlegte.

Das Faszinierende an der Geschichte sind neben der eigentlichen Story auch die Informationen bezüglich Völker und Technik, beispielsweise die im Rückblick betrachtete Geschichte unserer Erde. Die Figuren des Romans sind äußerst prägnant beschrieben und vermitteln eine fiktive Welt, die man sich schnell bildlich vorstellen kann.

Insgesamt ein eindrucksvoller Ausschnitt von Cerateran, vollgepackt mit Action und Wissensvermittlung, der nach dem Lesen des ersten Bandes nach eine Fortsetzung schreit.

Pierre Heinen, Bettange-sur Mess (L)

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